Wenn der Betrüger als Stromberater klingelt
In Pasinger Bahnhofsnähe gab sich diese Woche ein vermutlicher Betrüger als Berater aus, der angeblich für die Stadtwerke München tätig ist. Bürger fielen auf diese Masche herein und haben nun einen ungewollten Stromvertrag.
Gegen Vormittag klingelte ein mittelalter Mann im Anzug mit einer dunklen Aktenmappe bei einer Dame. Sie ließ ihn ein, weil dieser ordentlich im Anzug gekleidet war. Dadurch schöpfte sie keinerlei Verdacht, auch wegen des vornehmen Auftretens und Säuselns des Herrn. Er wies sich nach der Vorstellung bei ihr lediglich mit einer Visitenkarte aus und gab an, dringend die Strom- oder Gaszählernummer zu benötigen, um einen günstigeren Preis anzubieten. Er behauptete, im Auftrag einer Firma zu arbeiten, die für die Stadtwerke tätig sei. Des Weiteren erzählte er das Märchen, dass die Dame einen Brief der Stadtwerke München erhalten hätte, in dem eine Ankündigung höherer Strompreise stünde. Aufgrund dessen sei er nun beauftragt worden, von der Firma für die Stadtwerke die Kunden zu besseren Tarifen zu beraten. Leider ließ die Dame den Herrn ein, und es kam zum Vertragsschluss. Ob die Dame den Vertrag auf seriöse Weise wieder kündigen kann, ist ungewiss.
Um sich vor solchen Betrügern zu schützen, beachten Sie bitte folgende Tipps:
Um sich vor solchen Betrügern zu schützen, beachten Sie bitte folgende Handlungsempfehlungen:
- Erreichen Sie niemanden bei den Stadtwerken, zögern Sie nicht, sofort die Polizei anzurufen.
- Lassen Sie niemals unbekannte Personen in Ihre Wohnung.
- Geben Sie keine persönlichen Daten wie Zählernummern, Geburtsdaten oder Telefonnummern heraus.
- Bedenken Sie: Visitenkarten sind kein Beweis für die Echtheit einer Person. Druckereien drucken alles und prüfen nicht, ob der Druck rechtmäßig ist.
- Bei Unsicherheit rufen Sie die Telefonnummer Ihres Energieversorgers an, die im Briefkopf der letzten Rechnung steht. Bitten Sie die Person vor der Tür zu warten.
Wichtig! Einen Ausweis haben echte Arbeiter der Stadtwerke immer dabei!
