Wo kommt mein Bastelholz für Kinder und Erwachsene eigentlich her?

Bastelholz Rinde

Wo kommt mein Holz her?

Seit Jahrzehnten leitet man Kinder oder Erwachsene an lieber mit Holz zu basteln, statt mit Kunststoffen zu werken, da es Ökologischer wäre.  Es soll weniger Gift beim Basteln mit Bastelholz im Spiel sein. In Bastelgeschäften, Baumärkten und Versendern für Do-it-yourself-Anwender gibt es Materialien zuhauf. In allen Farben und Formen, von Platte über Figürliches zum Bemalen, von Stangen über MDF ist alles aus Holz zu bekommen. Hier hüpft das Bastlerherz. Holzwaren bekommen sie verpackt oder unverpackt je nach Gusto.

Aber was kauf ich da eigentlich fragte ich mich eines Tages, und was steckt drin in meinem Holz? Ist es wirklich so harmlos wie es aussieht? Welcher Baum steckt in dem gekauften Kästchen das ich gerade bemale, und warum riecht manches Holz komisch?

Vor einiger Zeit fing ich an bei Herstellern zu hinterfragen, und sie anzuschreiben. Ich wollte mich genauer informieren über das Produkt Bastelholz. Einige Firmen reagierten sehr freundlich und auskunftsbereit, andere aber blockten komplett ab. Ich stellte fest, dass Firmen die nichts zu verbergen haben oft gar nicht mit der heimischen Herkunft ihres Holzes werben, und ihr Holz von einem Sägewerk von um die Ecke kommt. Mir wurden Dokumente geschickt vom Anbau, über Bestätigungen vom Sägewerk und Zertifikate, so war alles lückenlos zu verfolgen.
Bei den Firmen, die einiges zu verbergen haben, findet man viel über Ökologie und Umweltbewusstsein auf deren Seiten im Netz. Von den unterstützten Hilfsprojekten zur Aufforstung in irgendeiner Region der Erde oder über eigene Projekte in der Firma das z. B. eine neue elektrische Anlage weniger co² verbraucht. Alles nur schöner Schein und wenig ernst gemeint.

Die Hölzer oder Endprodukte wurde mir bestätigt stammen nicht aus Regenwäldern oder den Tropen. Es wurde dabei weltweit eingekauft und dann zusammengemixt, und je nach Eigenschaft wurde daraus eine bemalbare Figur, eine Platte oder ein Kästchen.. Bei einer Firma für Bastelartikel wird auch gerne Holz verwendet das nicht FSC zertifiziert ist, hier konnte mir der Hersteller trotz angegebener Artikelnummern und Kassenbon weder die Holzart nennen noch das Ursprungsland des Holzes, da sie weltweit einkaufen.

Nur zwei Hersteller allein konnten mir die Holzarten nennen, auch die Anbaugebiete und ein Sägewerk benennen. Einer der beiden Hersteller möchte nun seine Waren besser für Kunden kennzeichnen, das finde ich als Endkunde sehr lobenswert.

Und diese Holzarten fand ich unter meinen Bastelmaterialien:

Kiefer, Pappel, Blauglockenbaum.

Bitte wenn Sie mit Ihren Kindern mit Holz basteln oder Holzklötze im Haushalt haben mit denen Kinder spielen, fragen Sie nach im Handel, um was für Holz es sich das handelt. Und waschen Sie und Ihre Kinder immer die Finger nach dem Basteln, gerade wegen des Blauglockenbaumes. Die Meinungen über ihn sind im Netz unterschiedlich. Und da ich keine Fachfrau bin. Will ich auch keine falschen Empfehlungen geben.

Ich will einfach nur, dass die Menschen ihr gutes Gefühl für Holz behalten, aber sich fragen, wo es herkommt, und ob es nicht alternativen aus heimischen Hölzern gibt. Oft habe ich gute Erfahrungen mit Baumärkten bei der Recherche gemacht. Hier steht oft auf den Packungen mit Holz Kleinteilen, um welche Holzart es sich handelt, im Bastelladen stehen weder auf MDF noch auf Holzartikeln Informationen. Für mich gilt ab sofort, wenn ich nicht weis wo her ein Produkt kommt, brauche ich es nicht mehr, egal wie hip oder angesagt es sein mag. Ich möchte das andere Kinder und Menschen auch eine schöne Umwelt in 60 Jahren noch haben.

Hobbytipp mit Anleitung: Bastelholz verzieren mit Holzbrandmalerei

 

 

 

 

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