1 Monat ohne Plastik zu kaufen – Tag 5 – Biodiscounter

Sind Biodiscounter besser als normale Discounter? Einkaufen in meinem Plastikfreien Monat.

Heute Mittag gab es plastikfreie Salzkartoffeln zum Dosenfisch und Nachspeise Joghurt aus dem Glas, ich hatte mal wieder Lust auf Fisch. Als Kind kannte ich es auch nicht anders, entweder Fisch oder Mehlspeise am Freitag, eine schöne christliche Tradition.

Mit anderen Augen durch den Biodiscounter

Banacah150Nachmittags nahm ich mir vor unseren Biodiscounter mit grünem Logo in der Landsberger Straße zu besuchen, hier bin ich eigentlich Stammkunde und hole mir gerne das eine oder andere Produkt. Doch diesmal ging ich mit anderen Augen durch den Supermarkt, mit Augen die unterscheiden wollen nach Plastik und Nichtplastik.

Und wieder wurde ich enttäuscht, und heute aufs Massivste.

In ihrem Werbesatz schreibt der Biodiscounter „Sinnvoll für Mensch und Erde“ aber was musste ich sehen, Nudeln in Plastik, Sojamilch im Tetrapak mit Plastikbeschichtung, Putzmittel in Plastik, WC Papier in Plastik, gekühlte Käse und Wurst in Plastik, überall Plastik.

Von einem Discounter im Biobereich erwartete ich eigentlich mehr als nur Kartons von Trockenprodukten, in denen innen dann wieder eine Alu oder Kunststofftüte auf mich wartet.

Die Brötchentüte ist der Oberhammer

Was ich noch nicht gut fand, den Unsinn mit der Plastik-Papier-Mischverpackung bei den SB-Semmeln und dem Aufkleber mit Thermobeschriftung des Preises, könnte man noch abschaffen.
Zum Schluss bekam ich noch einen Thermopapier Kassenzettel, in einem Biomarkt ist das für mich der Oberhammer. Klar spart der Handel hier an Tinte und Zeit und kann auch noch ständig seine aufzudruckende Werbung wechseln, aber für einen Biomarkt geht das meiner Meinung gar nicht, wenn Bio für den Menschen sein soll, dann sollte der Kassenzettel auch aus Recyclingpapier sein meiner Meinung. Thermopapier ist sehr umstritten von den Inhaltsstoffen.

Aber ich will nicht nur schimpfen, aber schämen könnte sich dieser Markt schon ein wenig, gerade wo neu ins Sortiment „gekühlter To-Go-Plastikcafe im Einmalbecher“ kommt, der oben noch eine große Plastikhaube darüber hat.

Gute Produkte im Biodiscounter fand ich bei den Milchprodukten

Sehr gut hingegen war in der Kühlung, eine breite Auswahl an Joghurtgläsern im 500-g-Pfandglas, einiger namhafter Hersteller auch einer Eigenmarke, die günstiger ist als im herkömmlichen Supermarkt und diesen um glatte 20 Cent schlägt. Auch Milch, Molke, Schlagrahm und Vanillemilch waren in Glasflaschen zu sehen. Seife war offen zu kaufen, auch die Brotaufstriche in Gläsern fiel mir positiv auf.

Mir kommt es so vor, als ob der Biosektor bald kein Sektor mehr ist, sondern sich so annähert an die konventionelle Produktion, dass es bald eine Vermischung geben wird, sodass der Kunde gar nicht mehr wählen kann, was er eigentlich will.

Auch Bioplastik ist keine Alternative! Das es auch nicht komplett verrottet und in den Entsorgungsbetrieben den Ablauf stört.

Heute kamen wieder 10 Cent beim Einkauf in die Plastikkasse (hier sammle ich ja für jedes Plastikteil das ich kaufe 1 Cent pro Artikel für eine Spende Ökologischen Zwecke, Aufrundung auf einen Schein ist logisch am Ende). Für die Innenseite der Joghurtglasdeckel, Trockenobst Verpackung, Semmeltüte mit Plastikfenster, die Post, die ich heute bekam war mit mehreren Fensterbriefumschlägen, und zwei Kataloge mit Kunststoff umschweißte Umschlägen.

Ist ein Leben ohne Plastik möglich frage ich mich Langsam? Wo sind die alternativen Verpackungsmöglichkeiten der 80er Jahre hin? Pergamentpapier, Wachspapier etc… schon in Vergessenheit geraten?

Fazit heute, ich zweifle am Handel, und seiner Glaubwürdigkeit

Artikel zum Thermopapier
 
Weitere Infos zum Thema:

Ein Monat plastikfrei Einkaufen

 

 

 

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