Die Münchner Tram feiert ihr 150. Jubiläum

Dieses Jahr feiert die Münchner Straßenbahn ihr 150-jähriges Jubiläum. Die Münchner haben sie liebevoll „Tram“ (aus dem Englischen für „Balken“, der beim Verlegen der Schienen zum Einsatz kommt) oder „Tramwei“ getauft. Alle Münchner lieben die Tram. Das gemütliche Dahingleiten auf den Schienen und das Sightseeing durch die großen Fenster ist nach einem anstrengenden Arbeitstag genau das Richtige. Sogar die berühmte Volkssängerin Ida Schuhmacher hatte eine sensationell komödiantische Nummer als Trambahnritzenreinigerin, in der sie den Schaffner der Linie 12 als „damischer Rollwagerladmiral“ bezeichnete. Und der Volkssänger Weißferdl sang „Ein Wagen von der Linie 8“.
Die Tram in der Familie
Mein Münchner Großvater war Straßenbahner und Trambahnschaffner wie man so schön sagt und sein Vater war Oberstraßenbahnschaffer und durfte eine goldene Kordel an der Uniform tragen. Ich selbst bin zwar kein Trambahner geworden, aber als Kind durfte ich, mit der Straßenbahn zu den Olympischen Spielen 1972 fahren. (Heute gibt es die Linie leider nicht mehr).
Wohin des Weges?
In München gibt es Straßenbahnen in alle Himmelsrichtungen. Seit diesem Jahr gibt es außerdem die neue Linie 14 zwischen Gondrellplatz und Pasing. Egal, ob Sie in den Biergarten, zum Filmstudio, zum Schwimmen oder ins Theater fahren möchten, die Tram bringt Sie sicher und sauber ans Ziel. Früher wurde sie auch als „Elektrische” bezeichnet.
Die Tram hat sich hübsch machen lassen
Anlässlich der 150-Jahr-Feier gibt es jetzt eine Jubiläumstram (Avenio), die durch die Stadt fährt. Ich hatte am 01.März das Glück, sie in der Abenddämmerung am Pasinger Bahnhof fotografisch zu erwischen. Die Wagenteile dieser Straßenbahn wurden mit verschiedenen historischen Trambahn-Looks foliert.

Außerdem gibt es hier auf der Seite der MVG ein Gewinnspiel und ein kostenloses Jubiläumsheft zum Download, in dem alle Fahrzeuge und Geschichten vorgestellt werden.
Also wo soll es als nächstes hin gehen mit der Tram? Odeonsplatz, Grünwald, Moosach, Nationalmuseum?