Meine Erfahrungen mit dem Konjac Schwamm
Überall in den Medien hört man vom „Wundermittel für die Gesichtspflege“ schlechthin. Nun habe ich mir so ein Wunderding gekauft. Von diesem Schwamm hört man wahre Wunderdinge, er soll die Haut verjüngen, peelen, ohne die Haut zu verletzen, er soll plastikfrei sein und viele Mineralien enthalten, die er bei der Pflege der Gesichtshaut abgibt. Klar ist auch, dass der Trend immer aus dem Ausland kommt. Ich erinnere mich noch gut an Zauberwürfel, Hula-Hoop-Reifen oder Tamagotchi.
Den Schwamm, der aus der Wurzel der Konjakpflanze gewonnen wird, habe ich in einem Bioladen gekauft. Er war in einer Plastikverpackung mit einer Beschreibung auf Papier. Nein, deshalb bin ich kein absoluter Bio-Freak, ich mische meinen Haushalt, mal hier, mal da, nur in den Discounter gehe ich nicht. Was in Bio sinnvoll ist, habe ich schon seit Jahren, wie nachfüllbare Teelichter, Spülbürste aus Holz mit Schweineborsten oder auch Gewürze.
Wie wird ein Konjakschwamm benutzt?
Wenn man den Konjakschwamm auspackt, ist er sehr leicht im Gewicht und hart wie Knäckebrot. Um ihn zu benutzen, hält man den Schwamm einige Minuten unter lauwarmes Wasser, damit sich die Fasern aufquellen und man mit der Gesichtspflege beginnen kann. Durch seine Struktur entfernt er Hautschuppen und kleine Hautunreinheiten. Laut Packungsangabe mineralisiert er die Haut, was ich als Privatperson nicht bestätigen kann, da ich kein Labor habe, um dies zu überprüfen. Ich habe den Schwamm ohne Pflegeprodukte nur mit Wasser angewendet.
Gibt es Unterschiede zwischen Waschlappen und Konjakschwamm?
Es stimmt, die Haut fühlt sich danach für einen kurzen Moment weicher und zarter an. Anschließend habe ich wie gewohnt meine Creme aufgetragen und abgewartet, was passiert. Bis zum Abend hatte ich keine Nebenwirkungen, obwohl ich zu empfindlicher Haut neige. Auch die nächsten Tage habe ich den Schwamm noch benutzt.
Nach der Gesichtsreinigung wird der Schwamm ausgewaschen und am Bändchen aufgehängt, damit er gut trocknet.
Fazit
Wer zu viel Geld hat, kann den Konjakschwamm gerne kaufen!
Warum bin ich kein Fan des Produkts?
- Kurze Haltbarkeit von 2 Monaten.
- Langer Transportweg per Schiffen mit Schweröl.
- Für ein Stück getrocknetes Gemüse meiner Meinung zu teuer.
- Plastikverpackung.
- Nicht nachhaltiger als ein normaler Waschlappen.
Mit einem herkömmlichen Waschlappen erreiche ich gleiches,
und diesen kann ich auskochen und über 20 Jahre verwenden, so kann ich zusätzlich Infektionen vermeiden. Den Konjakschwamm hingegen kann ich nur 2 Monate verwenden und muss ihn neu kaufen. Der Anschaffungspreis für den Konjakschwamm liegt zwischen 3 und 20 Euro pro Stück. Bei normalem Gebrauch würde ich also beim günstigsten Einkaufspreis ca. 36 Euro im Jahr ausgeben.
Ein Waschlappen in Bioqualität liegt dagegen bei 2,00 Euro und hält je nach Beanspruchung Jahrzehnte.
Mineralstoffe und Feuchtigkeit kann ich der Haut genauso mit dem Inneren einer Bio-Gurkenschale zuführen oder ab und zu durch eine Maske mit Speisequark, beides ist dann auch essbar.
Der Bio-Gedanke ist gut, aber nur, wenn es sich um regionale oder nachhaltige Produkte handelt. Mich stört zudem die Plastikfolie, einen Waschlappen kann ich auch ohne Plastikverpackung kaufen.
