Arbeit um die sich die Gedanken drehen

Ist Arbeit die Essenz des Lebens?

Susanne schrieb ihn Ihrem Blog „million-beautiful-things“ eine Blogparade aus zum Thema „Arbeit – eine Lebensaufgabe oder eine Notwenigkeit des Lebens“ daran möchte ich mich sehr gerne beteiligen mit diesem Beitrag zu meiner Arbeit, die ich derzeit mache.

Ich wollte immer schon in Richtung Kunst gehen aber in einem gelernten Beruf der Hand und Fuß hat wie erst Maler- und Tapezierer und dann weitermachen zum Kunstmaler oder Fotografenausbildung. Leider waren die Zeiten damals etwas anders, und wir hatten als Kinder nicht die Wahl zu entscheiden in den 80er Jahren, was wir werden wollten, die meisten Jugendlichen aus meiner Klasse wurden das, was ihnen die Eltern diktierten. Wir machten auch in der Schule einen Eignungstest und man ging zu Beratungsgesprächen, ich weis, nicht ob das Jugendliche heute auch noch so machen, man schrieb Bewerbungen da hin, wo man es sich vorstellen konnte zu arbeiten. Da ich in der Schule leider keine Leuchte war, typisch Künstler … Entschieden die Eltern, was zu tun ist.

Somit landete ich bei einem sehr großen Unternehmen, ich habe die Lehre gemacht und gearbeitet, wie es mir aufgetragen wurde, ein Murren gab es nicht, denn wir kannten es nicht anders. Was Eltern oder Ausbilder sagten, war Gesetz, klar gab es arbeiten die man nicht so gerne machte, aber der Kontakt mit Kunden entschädigte mich um vieles. Die Kunden mochten mich und ich bekam gute Noten bei der Arbeit, wurde öfters vom Arbeitgeber auch Extra belohnt. Ich arbeitete dort 15 Jahre.

Nun habe ich ein Kleinunternehmen angemeldet als Künstler, und mache vielerlei Dinge (Fotografie, Autor, Malerei, Journalismus) und schreibe nun lieber über diesen Alltag und das arbeiten jetzt. Ist ja auch viel Spannender.

Hand von Chaosreporter Manuela

Hand von Chaosreporter Manuela

Hier Fragen von Susanne, die ich vereinzelt aus der Blogparade übernehme und beantworten möchte:

Susanne: „Bist Du zufriend mit Deiner Arbeit oder wärst Du lieber etwas anderes geworden?“

Chaosreporter: „Nein, egal welcher der beiden Berufe, ich bin sehr zufrieden, jede Arbeit, die ich im Leben machte, auch Praktika, haben Vor- und Nachteile. Es ist gut so, wie es ist.“

Susanne: „Siehst Du die Arbeit generell als Bereicherung oder als zeitraubenden Faktor?“

Chaosreporter: „Arbeit, ist immer sinnvoll, egal was man macht, entweder erschafft man etwas oder hilft anderen bei irgendetwas, man kann sich austauschen mit anderen, und bleibt so immer am Lauf des Zeitgeschehens. Soziale Kontakte sind wichtig und etwas geschaffen zu haben mit eigenen Händen, ob es nun einen Stoß Rechnungen abarbeiten im Büro ist oder ein Kunstwerk schaffen, ich finde Arbeit bereichert das Leben.“

Susanne:  „Findest Du das Notensystem sinnvoll? Wenn ja, warum? Und wenn nein, warum nicht?“

Chaosreporter: „Noten finde ich eine Plage, egal ob in der Arbeit oder in der Schule. Persönlich meine ich das Noten über einen Menschen gar nichts aussagen, auch Schulfächer. Es kann sein das ein Schüler in Mathe oder Deutsch eine 5 hat aber vielleicht die tollsten Möbel daheim im Keller baut aus eigener Hand. Alle über einen Kamm scheren finde ich nicht richtig. Ich bin schon lange dafür das unser Schulsystem umgebaut gehört. In den ersten Jahren sollten alle Kinder das gleiche lernen und dann erst später, wenn man erkennt, welche Talente sie haben, auf Fachschulen geschickt werden, denn was hilft es, wenn ein Kind sich durch ein Gymnasium in Latein quält, aber ein super Sportler ist. Nur weil es Lehrer und Eltern so wollen. Viele Kinder sah ich zerbrechen an Noten, oder wurden deswegen Halbtod geschlagen in den 80ern mit Gürtelschnallen oder anderem. Es muss aufhören! „Warum sehen wir nicht den Menschen in den Kindern, und fördern ihre Fähigkeiten, oft kann eine Schwäche eine Stärke sein, wie bei mir, gerade in den Fächern, in denen ich schlecht war brilliere ich heute.“ Sinnvoller wäre einzuteilen, Arbeit gemacht, Arbeit nicht gemacht, und wenn jemand eine Arbeit nicht kann, dann hinterfragen, warum, helfen und hinterfragen warum aber nicht einfach aburteilen. Sondern dem Jenigen eine Chance geben die Aufgabe auf seine Weise zu lösen oder ihm etwas anderes geben.
Mir hat heute das wenigste in der Schule etwas gebracht Mengenlehre, Reibungskräfte oder Sonstiges brauche ich im Alltag nicht wirklich, lernt den Kindern lieber, wie man mit dem Leben umgeht. Wie man einen Mietvertrag unterschreibt, wie die Pflanzen oder Flüsse vor der Haustüre heißen als den Erfinder von irgendwas, das können sie auch Später in Bibliotheken lernen. Kinder sollen auch den Lehrplan beeinflussen dürfen. Mehr menscheln, weniger Diktatur der Noten.“

Susanne: „Was würdest Du tun, wenn Du einfach mal 5 Jahre nicht arbeiten müsstest, das Gehalt aber nomal weierfließen würde?“

Chaosreporter: „Langeweile große Langeweile, nein das wäre nichts, da würde ich kaputt gehen, ich hatte eine Phase in meinem Leben, wo es keine Arbeit gab aufgrund Krankheit, das war die schlimmste Zeit in meinem Leben, die Sozialkontakte rissen ab da ja alle in der Arbeit waren. Du kannst nichts mit Deinen Händen tun Du wirst, ob Du willst oder nicht zum Außenseiter. Auch kann man sich, wenn alles Geld da ist, nicht erfreuen an einem geschaffenen, weil ja immer das Geld da ist. Ich sehe es bei Reichen Menschen im Umkreis, die können sich nicht mal mehr über eine simple Pizza freuen oder eine Postkarte aus dem Urlaub, weil sie sich alles leisten können, sie langweilen sich. Ich selber nicht, ich suchte mir dann Ehrenämter und überbrückte diese Zeit, dann meldete ich mein Kleinunternehmen an, und nun ran an die Arbeit und weiter gemacht.“

Susanne: „Wie würdest Du Dich entscheiden, wenn Du nochmal von vorne beginnen dürftest? Was würdest Du in der Schule oder Arbeit anders / besser machen?“

Chaosreporter: „Als Kind etwas ändern, kann man nicht, ich habe immer meine Pflichten erfüllt mehr als nötig, doch das Leben meint es nicht immer gut mit einem. Man kann nicht aus seiner Haut, im Nachhinein den Lauf der Geschichte ändern, unmöglich. In meiner ersten Arbeit hätte ich mehr Mut haben müssen, aber auch dies ist Vergangenheit. In meiner jetzigen Arbeit bin ich zufrieden so, wie sie ist mit allen Vor- und Nachteilen. Reich werde ich damit garantiert nicht aber ich kann Menschen glücklich machen und zum Lachen bringen, ob durch meine Texte in meinen Büchern oder durch Bilder bei denen sie lächeln, wenn sie, sie in Ausstellungen betrachten. Wiederum lache ich, wenn meine Fotos, Texte oder Malereien im Internet, Büchern oder Zeitungen auftauchen.“

Ich arbeite gerne viel, so wie ich eben kann und ich zahle sehr gerne meine Steuern, denn mit diesen wird auch Gutes getan, ich kann hier mein Leben verwirklichen in kleinen Zügen und mit diesen bin ich schon zufrieden sein, ich hasche nicht nach Sachen der anderen und ruhe in mir so, wie es ist. Ich habe in der Vergangenheit bittere und schwere Zeiten aber auch lustige Zeiten wie Faschingsfeiern von Betrieben. Alles dabei, und die Erinnerungen kann einem keiner nehmen, das ist wichtig, und daran kann man wachsen.

Ist Arbeit die Essenz des Lebens? – Für mich Klar ja!

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