Bookcrossen – Lesen macht süchtig

Bookcrossing

Bookcrossing

Vor 5 Jahren schloss ich mich hobbymäßig den Bookcrossern an, da dort viele Bücherwürmer wie ich vertreten waren/sind und man so an neues Lesefutter zum kostenlosen Tauschen kommt und nette Leute kennenlernen kann. Aller Anfang war schwer, das erste Buch „auszuwildern“ wie die einen Sagen oder die ganz genauen Sagen dazu „in die Freiheit entlassen“ war nicht einfach. Ich tat es an einem öffentlichen Platz in einem Park in München, dieses Buch wurde bis heute nicht gefunden. Von mir wurden in der Vergangenheit 10 % wiederum von Bookcrossern gefunden. Ich tauschte auch viel Bücher per Post, Du gibst mir deines ich geb dir meines.
So bekam ich in einem Zeitraum von drei Jahren über 450 Bücher in die Hand, klar kann man nicht alle lesen, aber weit über 70 Bücher schaffte ich in der Zeit, bis ich wieder bei Bookcrossing aufhörte. Die Leute waren sehr höflich und nett, die Treffen waren oft spontan übers Internet ausgemacht, alle waren sehr schön, nur zweimal wurde ich verladen, dass die Personen nicht da waren.

Was ich nur nicht gut fand, war das einige Mitglieder oft sagten sie wollen ein Regal einrichten mit Büchern zum Tauschen, das öffentlich zugänglich ist und jeder kann sich so viele Bücher nehmen zu lesen, wie er will. Ich schickte auch auf diesen oder jenen Aufruf Bücher, tja hinterher stellte sich raus das es sich um Einrichtungen und Firmen handelte die, die Bücher zwar in ein Regal stellten, aber dies mitnichten öffentlich zugänglich war und teilweise auch die Bücher verkauft wurden. Ich rede hier von ganz wenigen Einzelnen Mitglieder die sich nur anmelden um kurz etwas wie man Neudeutsch sagt kostenlos abzugreifen.

Und ständig Bücher zu Bekleben mit Nummern um sie zu registrieren und dann auch noch Beschreibungen jedes Mal zu schreiben, ist zwar nett, und dient anderen. Aber wenn man dann live mit bekommt, dass ein Buch vor meinen Augen zerrissen wurde, das ich mal kaufte, tat mir schon in der Seele weh … Und irgendwie kam ich mir vor wie ein Verlag oder eine Bücherei, durch das ständige Bekleben. Plötzlich bekam ich überall Bücher und brachte sie in der Masse nicht mehr an den Mann. Hilfe gab es keine, weder finanziell für die Aufkleber noch sonst. Es gilt als Social Network.

Die Idee von Bookcrossing finde ich immer noch gut, würde es auch jedem Empfehlen, hier kann man anonym sein und man ist nie alleine. Ein Aufruf zum Spontantreffen in einer Stadt bringt immer wieder Leute zusammen, die über Bücher reden. Feste Treffen funktionieren, auch wenn die Mitglieder weiter auf sich zu gehen. Viele Verlage nutzen auch Bookcrossing um Bücher bekannter zu machen, und Rezessionen zu bekommen.

Heute bin ich nicht mehr bei Bookcrossing, und die Bücher, die ich geschenkt bekam oder gekauft habe und nicht mehr lesen werde, verschenke ich entweder an Menschen, wo ich weis sie lesen, sie oder ich verkaufe sie wieder auf dem Flohmarkt oder bei einem Ankaufsportal. Und bei den wenigen Tantiemen, die ein Autor bekommt, darf man auch zweimal im Bücherladen zugreifen es sind oft nur Cent Beträge.

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